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Regelmäßig Tabletten: Konsequenzen für den Mund

Besonders, wenn eine Erkrankung neu diagnostiziert wurde und zur Behandlung die regelmäßige Einnahme von Tabletten gehört (Beispiel: Bluthochdruck), ist vielen Patienten nicht bewusst, dass diese hilfreichen Arzneimittel auch Nebenwirkungen haben können – und das auch oder gerade im Mund. Wenn bei der Beratung in der Arztpraxis der Bereich „Nebenwirkungen" nicht gezielt angesprochen und erklärt wird, empfiehlt der aktuelle Patientenratgeber (ZahnRat) der fünf Landeszahnärztekammern in den neuen Bundesländern, spätestens in der Apotheke nachzufragen – hier ist meist die Anspannung, die vielleicht bei der ärztlichen Beratung noch groß war, schon deutlich geringer und die Aufmerksamkeit für solche Informationen größer. Bluthochdruckpräparate beispielsweise, aber auch solche zur Beruhigung und gegen Depressionen, können den Speichelfluss reduzieren. Der „trockene Mund" ist nicht nur ungewohnt und vielleicht auch unangenehm: Speichel hat eine große Aufgabe zur Gesunderhaltung des Biotops Mundhöhle und damit auch der Zähne. Ist der Speichelfluss reduziert, kann das System aus dem Lot geraten und Karies und Zahnfleischentzündungen begünstigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den reduzierten Speichelfluss zu kompensieren – hier ist die Zahnarztpraxis eine kompetente Anlaufstelle, um sich in Theorie und Praxis beraten zu lassen.

iStock/ ozgurdonmaz
Bildquelle: iStock/ ozgurdonmaz