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Digitalisierung: Zahn-Implantate mit „Navi"

Auf die wachsende Rolle der Digitalisierung in der Zahnmedizin, speziell im Bereich der Zahn-Implantate, hat kürzlich Prof. Dr. Dr. Jörg Wiltfang, Direktor der Kieler Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in einem Beitrag in den Kieler Nachrichten hingewiesen. Unabhängig von den Gründen für das Zahn-Implantat oder seine Position im Mund gelte: Das Implantat muss so exakt wie möglich an seinem vorbestimmten Platz „sitzen". Kieferknochen könne, je nach Ort und fortgeschrittener Knochenzerstörung, sehr dünnwandig sein. Das Klinikteam nutzt inzwischen eine Weiterentwicklung der digitalisierten Operationsabläufe: Wie von einem Navigationsgerät gesteuert, bohrt ein OP-Gerät genau an der Stelle im Kiefer, die als idealer Platz zuvor ausgerechnet worden war, den Zugang für das Implantat – aber nicht ganz automatisch: Gewissermaßen am Steuer sitzt der Chirurg, der vom Computer grünes Licht erhält, wenn der exakte Bohrpunkt angesteuert ist. Trotz der hervorragenden Studienergebnisse zu diesem Verfahren warnte der Wissenschaftler vor zuviel Euphorie:  Es sei bei jeder Implantation mit Komplikationen zu rechnen. Insbesondere wenn vor Einsetzen des Implantates bereits eine Zahnbettentzündung im Mund vorliege, könne es zu einer unerwünschten Infektion des Implantatbereiches kommen. Professor Wiltfang appellierte an alle Patienten, rechtzeitig auf ein gesundes Zahnbett zu achten und sehr sorgfältige Mundhygiene zu betreiben. Auch Rauchen sei ein klarer Feind der Mundgesundheit. Ein eigener Zahn sei nach wie vor immer noch besser als ein Zahn-Implantat.

iStock/metamorworks
Bildquelle: iStock/metamorworks