Webcontent-Anzeige Webcontent-Anzeige

Zurück zur Seite
{reserved-article-display-date}

3. Würgereiz: verschiedene Ursachen

Studien belegen, dass nicht wenige Patienten bei zahnärztlichen Maßnahmen zu Würgereiz neigen. Genaue Daten dazu gibt es nicht, wie eine aktuelle Veröffentlichung einer Wissenschaftler-Gruppe in einer zahnärztlichen Fachzeitschrift zeigen, da jeweils nach unterschiedlichen Kriterien gewertet wurde: Unter anderem wurde unterschieden zwischen Würgereiz und extremem Würgereiz unterschieden. Was sich aber zeigte, ist, dass erstens recht viele Patienten betroffen sind, zumal Patienten mit Zahnprothesen, und es zweitens auch sehr unterschiedliche Gründe für diesen Würgereiz gibt. Einerseits reagieren Menschen mit Würgereiz auf physikalische Reize, zum Beispiel Druck auf bestimmte empfindliche Stellen im Mund, auch gibt es Zusammenhänge mit Störungen der Magen-Darm-Gesundheit. Andererseits ist diese Gruppe deutlich niedriger als diejenige, die psychosomatisch mit Würgereiz reagiert. Zumeist hatten Patienten eine unangenehme Erfahrung in der Vergangenheit gemacht, beispielsweise mit einem ungünstigen sogenannten „Abdrucklöffel": Diese Erfahrung ist quasi gespeichert und wird bei der nächsten Situation unbewusst wieder „abgerufen" aus dem Hirn. Auch ungünstige Saugerhaltung kann nachhaltige „Speicherung" im Hirn bedingen und bei der nächsten Behandlung sozusagen automatisch einen Würgereiz auslösen. In der Zahnarztpraxis sollte, so das Wissenschaftler-Team, die Ursache für zumal den extremen Würgereiz erkundet und dann entsprechend gehandelt werden. Beispielsweise gibt es Übungen, die das „gelernte Verhalten" im Hirn überschreiben und so zur Entspannung beitragen. Auch Akupressur auf spezielle Druckpunkte kann den Würgereiz ausschalten.

proDente / proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski
Bildquelle: proDente / proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski