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Immunsystem: Speichel hilft

Für manche Menschen ist Speichel schlicht „Spucke" – für andere: ein hochspannendes Forschungsgebiet. Zu letzteren gehört eine Gruppe chinesischer zahnmedizinischer Wissenschaftler. Sie haben den Gedanken weiterverfolgt, dass der Mund letztlich das „Einfalltor" für Nahrung, Flüssigkeiten und auch zahlreiche Keime aller Art ist. Für Letztere bildet der Speichel mit seinen Inhaltsstoffen eine Art allererste Schranke – er ist lokaler Partner des Immunsystems, das für die Krankheitsabwehr zuständig ist. Ein Inhaltsstoff namens Histatin-5, der zu der Peptid-Gruppe der Histatine gehört (Peptide sind eine Art Eiweiß(Protein)-Verbindung), hat bei den Studien sein Potential gezeigt bei der Abwehr von Pilzen und Bakterien. Nicht so erfolgreich wie gewünscht war das Forscherteam bei dem Versuch, dieses Histatin-5, das auch gut auf dem Zahnschmelz andockt, so zu verändern, dass es gegen Karies hilft. Aber, so das Resümee eines Beitrags in einer zahnmedizinischen Fachzeitschrift: Es erwies sich als nützlich vor allem gegen Bakterien und ihre Anhaftung am Zahnschmelz. Unterm Strich sagten die Wissenschaftler: Schon jetzt ist der Speichel sehr hilfreich bei der Gesunderhaltung der Zahnoberflächen. Seine Leistung könne in Zukunft aber vielleicht noch getoppt werden, wenn das untersuchte Speichel-Protein in Form einer Lösung auf die Zähne aufgetragen werden kann.

iStock / Kuramyndra
Bildquelle: iStock / Kuramyndra