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Mundhöhle: Speichel und Corona

Es ist ein spannender Ansatz, den Wissenschaftler einer britischen Universität verfolgten: Könnte der Mund eine größere Rolle im Covid-19-Geschehen spielen als bisher gedacht? Sie untersuchten entsprechend Zellen aus der Mundschleimhaut und aus den kleinen Speicheldrüsen im Mund und stießen dabei auf solche Rezeptoren, wie sie inzwischen bekannt sind als „Eintrittspforte" des Corona-Virus. Wie eine Veröffentlichung der Kernpunkte der Studie in einer zahnärztlichen Zeitschrift darstellt, gehen die Wissenschaftler zudem davon aus, dass sich das Virus an den belasteten Stellen auch vermehren kann: Ihre Vermutung hat sich an den Zellen Verstorbener bestätigt. Konsequenz der Erkenntnisse der britischen Forscher ist einerseits, dass über den Mund eine Infektion des eigenen Organismus mit SARS-CoV-2 gestartet werden kann. Über den Speichel kann das Virus andere Körperstellen erreichen, von den Atemwegen bis zum Verdauungstrakt. Andererseits, und das ist eine wichtige Information für alle Menschen, ist der Speichel eines Infizierten offenbar ansteckend, was bedeutet: Der Mund-Nasen-Schutz gewinnt auch diesbezüglich noch einmal deutlich an Gewicht für das Eindämmen der Verbreitung der Viren in der Bevölkerung!

proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski
Bildquelle: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski