Rund um den Jahreswechsel nehmen sich viele Menschen einiges vor, was im neuen Jahr besser oder schöner werden soll. Wie viele Menschen es hierzulande genau sind, denen wir die Empfehlung „Dentalscham beenden“ mit auf deren Agenda 2026 geben möchten, weiß man nicht. Weit verbreitet sei dieses Phänomen „Dentalscham“, sagt eine internationale Wissenschaftlergruppe aus Dänemark und Großbritannien. Das Thema sei wenig erforscht – was recht unverständlich erscheint, wenn man bedenkt, welche Auswirkungen diese besondere Variante von Angst vor dem Zahnarztbesuch hat. Soziale Ungleichheit ist nur ein Aspekt. Wer Angst davor hat, seine Zähne zu zeigen, die von mangelhafter Mundhygiene erzählen, von zuviel Rauchen und/oder Alkohol, von zuviel ungesunder Ernährung und viel zu vielen Belastungen im Leben, die von Selbstfürsorge abhalten, der gerät nur immer weiter in diese fatale Richtung. Dabei haben Zahnärzte das alles schon gesehen, mehrfach, manches mal auch noch schlimmer als im eigenen Fall. Wenn das Praxisteam gut geschult ist, erspart es sich auch jedwede Kritik am Lebensstil, sondern hilft beim ersten Schritt, dessen Folgen zu überwinden. Das Praxisteam kann mit viel Erfahrung und Ermutigung dabei helfen, den Mund und die Zähne wieder in einen gesunden Zustand zu bringen. Der Aufwand lohnt sich, denn ein kranker Mund führt zu einem vielfältig kranken Körper und belastet die Seele. Der Jahresanfang 2026 wäre doch ein sehr guter Zeitpunkt, die Abwärts-Spirale zu stoppen.
- 1. Januar 2026
