Laut entsprechender Datenerhebungen zeigt jeder vierte Bundesbürger Mundschleimhautveränderungen, die untersucht werden sollten. Erfreulicherweise gingen die meisten Diagnosen für die Patienten positiv aus, so eine Mainzer Studie, dennoch bleiben solche Veränderungen im Blick, da manche nach Jahren doch noch eine ungesunde Entwicklung machen. Auch aktuell harmlose Stellen in Mund können in Richtung Mundschleimhautkrebs entarten. Insbesondere Veränderungen, die als „Lichen planus“ bekannt sind oder als „Leukoplakien“ sollten regelmäßig nachkontrolliert werden. Leukoplakien (nicht abwischbare, in der Regel schmerzfreie weiße Stellen auf der Haut) haben dabei weltweit das häufigste Potential zu einer malignen Veränderung, also der ungesunden Vermehrung bösartiger Zellen. Je nach Entwicklung reicht bei leichten Fällen eine regelmäßige Kontrolle und das Weglassen schädlichen Verhaltens, hier insbesondere das Rauchen. Es ist nicht selten, dass sich die Hautschäden zurückbilden. In anderen Fällen kann eine komplette Entnahme des belasteten Gewebes notwendig sein. Ist eine Krebserkrankung bestätigt, sollte die Behandlung, so die Wissenschaftler, am besten interdisziplinär in Verbindung mit einem onkologischen Zentrum erfolgen.
- 27. Januar 2026
