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Bild: proDente / Dirk Kropp

Gestresste Schwangere: früherer Zahndurchbruch

Das werdende Kind lebt sozusagen das Leben seiner Mutter mit – es bekommt von ihr Nährstoffe, aber auch alle anderen Substanzen, die den Alltag der Schwangeren prägen – auch solche mit negativen Effekten. Bekannt ist beispielsweise das FAS, das „fetale Alkoholexpositionsyndrom“, das zu erheblichen körperlichen, geistigen und verhaltensbezogenen Behinderungen führt. Schon ein Gläschen Alkohol ist, bildlich gesagt, für den sich noch bildenden Stoffwechsel des ungeborenen Kindes eine ganze Kanne voller Gift. Vor wenigen Wochen veröffentlichten US-Wissenschaftler die Ergebnisse einer Studie zu einem anderen Stoff, den Kinder von ihren Müttern erhalten: das Stresshormon Cortisol. Die Forschergruppe aus New York stellte dabei fest, dass Stress Auswirkungen hat auf das Zahnbildungssystem. Die Säuglinge von Müttern, die im zweiten und dritten Trimester besonders unter hoher Stressbelastung litten, hatten im Alter von sechs Monaten durchschnittlich vier Milchzähne mehr als die gleichaltrigen Kinder von ungestressten Müttern. Beeinflusst wurde durch das Cortisol insbesondere der Mineral-Stoffwechsel und die Steuerung des Kalzium- und Vitamin-D-Spiegels – beides Kernfaktoren für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Knochen. Insgesamt hielten die Wissenschaftler fest, dass offensichtlich vorgeburtlicher Stress „die biologische Alterung der Säuglinge“ beschleunigt. Viele weitere Faktoren und Fragestellungen machen, so das Forscher-Team, weiterführende und weiter differenzierende Studien notwendig.

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