Weltweit verdichtet sich das Wissen um die Zusammenhänge von Parodontitis und Herzkreislauferkrankungen. Schon seit vielen Jahren warnt nicht nur die Zahnärzteschaft vor Auswirkungen der entzündlichen Zahnbetterkrankung Parodontitis auf das Herz- und Kreislaufsystem, sondern auch die weltweit führende kardiologische Fachgesellschaft American Heart Association (AHA). Die aktuellste Stellungnahme der AHA aus Wissenschaft und Praxis stammt aus dem Dezember 2025. Studien zu diesem Thema haben auch daher sehr hohe Relevanz, weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit die häufigste Todesursache sind – und jede Erkenntnis, ein entsprechendes Risiko zu minimieren oder ganz zu verhindern, Leben retten kann. Es bestätigen sich demnach sowohl die direkten Wege einer Belastung des kardiologischen Systems über Parodontitis-Bakterien im Blut, die die Infektion in das Herz und die Gefäße transportieren, als auch über indirekte Wege: Dazu gehören chronische Entzündungen und die entsprechenden Zytokine (Botenstoffe der immunologischen Infektionsabwehr), die nicht zuletzt Risiken für die Gefäßgesundheit bergen. Es gebe starke Hinweise, so die AHA – und das ist eine für eine wissenschaftliche Fachgesellschaft sehr gewichtige Formulierung –, dass die Behandlung einer Parodontitis die Risiken für Herz und Gefäße erheblich minimieren kann. Nachvollziehbar ist daher, dass die American Heart Association ihre Mitglieder dringend dazu aufruft, ihre entsprechend erkrankten Patienten an eine Zahnarztpraxis zu überweisen. Behandlung und Kontrolle einer Parodontitis könne zur Vorbeugung und Kontrolle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.
- 10. März 2026
