Auch wenn man sich das selbst mit laienhaftem Wissen gut vorstellen kann, ist es doch gut für Wissenschaft und Praxis, wenn eine Studie das auch untermauert: Knirschen erweist sich als Risiko über das Langzeitüberleben von Zahnimplantaten. Wie ein Beitrag in einer großen Fachzeitschrift darstellt, führen solche nicht natürlichen Belastungen wie Knirschen oder Zähnepressen zu Problemen in der Mechanik des Implantates mit seinem Zahnkronenaufbau. Die Folgen dieser Fehlbelastung sind vielfältig und reichen bis hin zu Brüchen von Zähnen und Implantaten. Ein großes Gewicht legten die Wissenschaftler daher auf den Punkt, wie man solche Stress-Belastungen vermeiden kann. Begrenzte Erfolge hatten demnach Physiotherapie, spezielle Schienen und auch individuelle Patientenberatung. Was sich dabei kaum veränderte, war die kraftvolle Arbeit der Muskulatur. Daher konzentrierte sich die Arbeit der Forscher auf Möglichkeiten, die Muskulatur zu entspannen. Hierbei erwies sich „Botox“ (Botulinumtoxin Typ A) als sehr hilfreich für eine zeitweilige Muskelentspannung. Der Effekt: Die überaktive Muskulatur entwickelte sich zurück, die Schmerzen und der Kaudruck waren ebenso reduziert wie der Abbau der Kieferknochen um das Implantat und die Anzahl der Implantatverluste. Noch fehlen dazu weitere Tests und auch Vorgaben zum standardisierten Vorgehen. Dennoch deutet sich an, dass das seit Ende des 20. Jahrhunderts genutzte Arbeiten mit Botulinumtoxin bei Knirschen und Pressen, aber auch bei Migräne erfolgsversprechend ist und hinsichtlich einer Vermeidung von Misserfolgen bei Zahnimplantaten in Langzeitstudien weiter geprüft werden sollte.
- 20. Januar 2026
