Wenn man sich die meterlangen Regale in Apotheken und Drogeriemärkten mit Mundhygiene-Produkten bis hin zu Ultraschall-Zahnbürsten anschaut, könnte man auf den Gedanken kommen, Zahnpflege sei etwas ziemlich Modernes. Genaugenommen sind wir aber nicht sehr viel weiter als unsere Vorfahren in der Steinzeit: Wie ein Artikel in einer renommierten Fachzeitschrift zeigt, nutzten die Neandertaler vermutlich Koniferen-Zweige, um die groben Essensreste von den Zähnen zu reiben, zudem bietet diese Pflanze antibakterielle Eigenschaften. Die besondere Form von Rillen auf den Zähnen lässt vermuten, dass sie zudem Holzstöckchen zum Säubern nutzten. Und ja, sie setzten diese auch in den Zahnzwischenräumen ein. Auch „im alten Ägypten“ spielte Mundpflege eine große Rolle, eigentlich war sie sogar fast schon Kult: Rund 5000 Jahre vor Christus gab es ein vergleichsweise breites Angebot an Pülverchen, die je nach Zusammensetzung nicht nur reinigten, sondern die Zähne auch verschönerten. Die weißere Wirkung ergab sich durch ein „Peeling“ der nahrungsbedingten Pigment-Auflagerungen – dafür spricht die Zusammensetzung eines solchen Zahnpulvers, das neben Asche aus Eierschalen und Ochsenhufen auch Bimsstein enthielt. Sogar Kräuter-Zahn“pasten“ gab es bereits bei den Ägyptern – sie bestanden beispielsweise aus Salz, Pfeffer, Irisblüten und Blättern der Minze.
Eines hat sich aber nicht verändert: Mundhygienehilfsmittel helfen nur, wenn man sie auch benutzt – egal ob Ochsenhufenasche oder Ultraschallbürsten.
- 24. Februar 2026
