Über Gefäße und Blut sind alle Organe im Körper miteinander verbunden. Wenn die Gefäße belastetes Blut transportieren, werden entweder die Gefäße selbst geschädigt oder die Organe – oder beides. Insofern ist es enorm relevant, wenn aus einer Region des Körpers Schadstoffe in das Blut und damit in das ganze Gefäßsystem gelangen. Bakterielle Belastungen an Zähnen oder am Zahnbett, wenn sie zu Infektionen führen und in die Blutbahn gelangen, sind daher keineswegs nur regionale Probleme. Schon kleine nicht bemerkte offene Stellen am Zahnfleisch oder im Zahnbett können Keime in die Blutbahn tragen. US-Wissenschaftler haben die Folgen am Beispiel des Risikos für einen Schlaganfall kürzlich geprüft und mit Daten aus einer Kohortenstudie untermauern können. Rund 6000 Patienten, deren Mundgesundheit in einem definierten Zeitraum von drei Jahren umfangreich untersucht worden waren, wurden in den Folgejahren auf ihr Schlaganfall-Risiko hin geprüft. Im Ergebnis zeigte sich, dass Menschen mit Karies und auch Parodontitis-Belastung ein um zehn Prozent erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall hatten als die mundgesunde Vergleichsgruppe. Die Mundgesundheit bestätigte sich als ein deutlicher Hebel, die Gesamtmenge an Risikofaktoren zu reduzieren. Weitere Studien zum kausalen Zusammenhang sollen folgen.
- 31. März 2026
