Seit 15 Jahren ein erfolgreicher Einstieg in die Implantologie
Das Elektivum Implantologie ist an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg seit 15 Jahren ein ständiges Angebot für interessierte Studentinnen und Studenten. „Die Resonanz ist seit dem ersten Jahr ungebrochen“, sagt Prof. Dr. Arne Boeckler, der diesen Kurs leitet und auf dieses Angebot und das studentische Interesse zu Recht stolz sein kann. „Abgesehen von der Coronabedingten Zwangspause haben wir eine Teilnehmerquote von durchschnittlich 93 Prozent. Das bedeutet, dass über die Jahre fast das gesamte Studienjahr regelmäßig an dieser vollkommen freiwilligen Veranstaltung teilnahm.“ Und dies sei, so Prof. Boeckler schmunzelnd, um so beachtlicher, als die Veranstaltung über viele Jahre am Freitagmorgen schon um 8.00 Uhr angesetzt war.
Als die Veranstaltungsreihe in den frühen 2000er Jahren durch Prof. Dr. Jürgen M. Setz, den ehemaligen Direktor der Poliklinik für Prothetik ins Leben gerufen wurde, kam der Implantologie noch eine sehr begrenzte Bedeutung in der universitären Lehre und Patientenversorgung zu. Gleichwohl zeichnete sich aber damals schon die Bedeutung und das klinische Potential des Faches ab. „Darum stieß die, den regulären Lehrplan ergänzende Veranstaltung bei den Studierenden auf wachsendes Interesse“, sagt Prof. Boeckler.
Nach Übernahme der fachlichen Verantwortung für diese Veranstaltungsreihe konnte Prof. Boeckler das Format mit Dr. Dr. Waldemar Reich aus der Klinik für MKG-Chirurgie (Direktor Prof. Dr. Dr. Frank Tavassol) zu einer integrierten Vorlesungsreihe weiterentwickeln. Die Zertifizierung durch die DGI und die entsprechenden Benefits für die Studierenden machten das Elektivum dann endgültig zu einer Erfolgsgeschichte.
Natürlich wurden die Inhalte über die Jahre der aktuellen wissenschaftlich-klinischen Entwicklung angepasst. Neue Bio-, Implantat- und Abutmentmaterialien, digitale Methoden, moderner Belastungskonzepte und fortgeschrittene ästhetische Therapiekonzepte sind integriert. Heute ist jedem Teilnehmer klar: die Implantologie ist ein fest integrierter Bestandteil moderner zahnärztlicher Therapiekonzepte.
Das kommt bei den Studierenden gut an: „Mir gefällt besonders, dass sowohl die Chirurgie, als auch die Prothetik behandelt wird“, sagt Kim Sophie Moosreiner. Ihr Kommilitone Christoph Enders schätzt es sehr, „dass mit Prof. Boeckler jemand die Vorlesung hält, der diese Behandlungen tagtäglich macht und in der Praxis tätig ist. So wird die Implantologie sowohl theoretisch als auch praktisch und nicht zuletzt auch wirtschaftlich beleuchtet. Positiv sehen die Studierenden auch die Vorstellung der Patientenfälle mit vielen Bildern zur Veranschaulichung.
