Keine Frage: Mit einem entzündeten Zahnbett (Parodontitis) oder schmerzender Karies ist ein sportlicher Sieg über gesunde Mitbewerber schwer vorstellbar. Mundgesundheit wird bei sportlichen Checkups aber immer noch eher am Rande mitbetrachtet, zeigt eine aktuelle Sportgesundheitsstudie. Diese verglich die Zahn-, Mund- und Kiefersituation bei Sportlern zweier populärer Sportarten, Fußball und Eishockey, und hier ausschließlich bei Männern. Dabei ging es einerseits um die Gesamtsituation im Mund sowie das mundgesundheitliche Vorsorgeverhalten und andererseits um die Kraft in den Händen sowie die Fähigkeit, das Gleichgewicht kontrollieren zu können. Im Ergebnis lagen die Fußballspieler vorn bei der Mundgesundheit, die Eishockeyspieler eher bei der Körperkontrolle. Beide Sportlergruppen zeigten aber hinsichtlich ihrer Mundgesundheit Luft nach oben – und belegten damit den geforderten Optimierungsbedarf bei Gesundheitsuntersuchungen im Profisport. Orale Erkrankungen und deren deutlicher Faktor für Leistungsminderung könne sich der Spitzensport nicht leisten, so die Wissenschaftler, es sei dringlich, einheitliche Standards für die Mundgesundheitsvorsorge beim Profisport festzulegen.
Vorsorgeangebote: soziale Faktoren
Vorbeugen ist besser als Heilen, heißt es im Volksmund. Manche sagen auch: ist besser als Bohren. In der Tat weisen unzählbare Studien darauf hin, dass regelmäßige Zahnvorsorgetermine einen starken förderlichen Effekt auf anhaltende Mundgesundheit haben. Schon früh können Fehlentwicklungen entdeckt und weitere ungünstige Situationen verhindert werden. Jedenfalls, wenn man die in unserem Land kostenlosen Vorsorgetermine auch wahrnimmt. Nicht nur in Deutschland gibt es aber eine Gruppe an Menschen und Familien, die solche Angebote nicht nutzt – weder sie selbst für ihre eigene Gesundheit noch Zahnvorsorge-Angebote für ihre Kinder. Britische Forscher haben sich genau diese Gruppe in sozial- und wirtschaftlich schwierigen Umständen genauer angeschaut, vor allem daraufhin, wann es beginnt, dass Vorsorgeangebote nicht angenommen werden, und wie sich dieses Verhalten entwickelt. Die Daten von rund 4000 Jugendlichen einerseits und jungen Erwachsenen andererseits zeigten die große Rolle frühzeitiger sozialer Benachteiligung und eine geringe Wertigkeit der Mundgesundheit. Die in der Studie untersuchten Jugendlichen nahmen in einem erheblichen Maße die (in diesem Alter auch in Großbritannien) kostenlosen Vorsorgetermine nicht wahr und nutzten auch im Erwachsenenalter die Vorsorgeangebote deutlich seltener als die Vergleichsgruppe. Die Rahmenbedingungen belegen, dass die Nicht-Inanspruchnahme nicht auf Kosten für die Untersuchungen zurückzuführen sind, sondern andere Lebensumstände als ausschlaggebend erachtet werden müssen.
Immunsystem: Lernen über den Mund
Kleine Kinder lieben es, sich nicht nur den Daumen in den Mund zu stecken, sondern alles, was irgendwie greifbar ist. Das allein ist schon eine Botschaft an die Eltern und anderen Erwachsenen: So etwas muss einen Sinn haben. In der Tat entwickelt sich das Immunsystem über solche oralen Erfahrungen weiter, zeigt eine neue Untersuchung einer Jerusalemer Wissenschaftler-Gruppe. Während sich nach der Geburt Schutz-Gewebe wie Schleimhäute oder andere biologische Barrieren entwickeln, erlebt das Immunsystem verschiedenste Kontakte und unterscheidet zunehmend, welche Keime oder Stoffe für den Körper riskant sind und welche weniger bis gar nicht. So ganz unerfahren kommt das Immunsystem aber nicht auf die Welt: Es bringt schon – sowohl über Muttermilch als auch über den „Mutterkuchen“, die Plazenta – die Erfahrungen mit, die das Immunsystem der Mutter gemacht hat. Kinder, die wenig oder gar nicht gestillt wurden, erhielten daher auch kaum Antikörper. Im Effekt hatten sie mehr Entzündungen im Mund, da die Regulierung der bakteriellen Belastung über das Immunsystem nicht ausreichte. Diese Neigung zu Entzündungen im Mund zeigte sich auch im Erwachsenenalter: Die Anfälligkeit für Zahnbettentzündungen (Parodontitis) und das Ausmaß an Kieferknochen-Verlust war bei diesen Erwachsenen höher als bei Vergleichsgruppen.
Umwelt und Zähne: Was speichert der Körper?
Milchzähne sind nie ganz fertig: Sie werden vor der Geburt angelegt, sind weicher und nicht so stark von hartem Schmelz geschützt, und deshalb können sie Stoffe auch leichter aufnehmen. In der vorgeburtlichen Zeit beispielsweise Schadstoffe aus dem Körper der Mutter, danach aus der Umwelt. Eine Wissenschaftlergruppe hat sich kürzlich die Schadstoffbelastung von Milchzähnen als Thema gestellt und ausgefallene oder gezogene Milchzähne analysiert. Besonders interessierte dabei, welche giftigen Metalle von den Zähnen aufgenommen und im Zahn behalten wurden. Daran kann man auch ablesen, welchen Schwermetallen das Kind in der Zeit seines vor- und nachgeburtlichen Wachstums ausgesetzt war. Ein „biologisches Umwelt-Protokoll“ nannten die Forscher die Milchzähne. Nicht unerwartet fanden sich bei Kindern, die im Umfeld umweltbelastender Produktionsstätten lebten, höhere Schwermetall-Konzentrationen, nicht zuletzt Blei, als bei Vergleichskindern. Manchmal war die „Umwelt“ aber auch die eigene Familie: War beispielsweise der Vater starker Raucher, fand sich mehr Blei in den Milchzähnen der Kinder. Im Ergebnis wollten die Forscher noch sehen, ob die Milchzahn-Belastungen mit einer Häufung von Erkrankungen im Zusammenhang stehen könnten. Während Schwermetallbelastung und gesamtkörperliche Folgen weitgehend nicht nachweislich kausal waren, erwies sich ein zu geringer Mangan-Wert, ein sogenanntes „Übergangsmetall“ wie Eisen oder Silber, als herausfordernd: Mangan ist ein essentielles Spurenelement und wichtig für Stoffwechsel und Gehirnfunktion. Die gefundenen niedrigen Werte zeigten bei den Kindern Sprachauffälligkeiten, Reizbarkeit, Müdigkeit, neurologische Störungen und ein geschwächtes Gedächtnis, auch Knochenwachstums-Störungen werden auf Mangan-Mangel zurückgeführt. Mangan-Mangel entsteht zumeist durch ungesunde, beispielsweise stark zucker- und weißmehlhaltige Ernährung.
Milch mal anders: Hafer, Mandel, Soja
Für offensichtlich ziemlich viele Menschen gehören die Milch-Alternativen aus Hafer, Mandeln oder Soja fest zum Alltag – wäre dem nicht so, würden sie nicht in großer Anzahl auf Augenhöhe neben den Milch-Kartons stehen. Was aber bedeuten diese noch relativ jungen Alternativen für die Mundgesundheit? Das wollten Schweizer Wissenschaftler nun doch einmal genauer wissen und gingen mit den Getränkeproben ins Labor. Was bewirken sie beim oralen Biofilm, also der Gemeinschaft der unterschiedlichen Keime, die – solange sie untereinander ausgewogen sind – den Mund gesund erhalten? Insbesondere die zwei häufigsten Bakterienfamilien, die für Karies sorgen (Streptococcus mutans) bzw. für Zahnfleisch- und Zahnbettinfektionen (Porphyromonas gingivalis), standen dabei im Blick. Im Ergebnis konnte das Mandelgetränk die Karies-verursachenden Keime insgesamt etwas reduzieren – andererseits verringerten Sojadrink und Kuhmilch deren „metabolische Aktivität“: Es sind letztlich die Stoffwechselprodukte der Bakterien, die den Zahnschmelz angreifen. Reduzierte metabolische Aktivität bedeutet: Verringerung der Stoffwechsel-Säuren-Belastung und damit Schädigung des Zahnschmelzes. Beim Blick auf Zahnfleisch und Zahnbett zeigte sich, dass insbesondere Kuhmilch und Hafergetränk den aggressiven Biofilm kleiner werden ließen. Der Mandeldrink konnte die Aggressivität der Gingivalis-Bakterien sogar fast vollständig stoppen. Allerdings: Mandeldrink & Co sind nicht als Mundgesundheitsretter bestätigt – das waren alles Labor-Situationen, und es wurde auch nur die Wirkung auf gezielt ausgesuchte Keime geprüft. Aber aufgrund der Ergebnisse wird vermutlich weiter geforscht, denn wenn sich Milch plus Pflanzen-Alternativ-Drinks förderlich für die Mundgesundheit erweisen sollten, wäre das sicher ein weiterer Schritt voran beim gesunden Biofilm-Management. Zahnbürste und Zahnpasta ersetzen können aber auch sie nicht, selbst wenn ihre Wirksamkeit belegt werden sollte.
Mundschutz: richtig reinigen
Von australischen Wissenschaftlern geprüft wurde die erreichte Sauberkeit nach typischer Reinigung von Kinder-Sportmundschutz: Ist er wirklich sauber? Vermutlich lassen sich die Ergebnisse der Untersuchung auch auf die Hygiene von weiteren „Zahnschienen“, beispielsweise Anti-Knirsch-Schienen, übertragen. Nach Gebrauch schnell mal unter den Wasserhahn halten, wie es viele Mundschutzschienen-Nutzer machen, ist jedenfalls bei weitem nicht ausreichend. Beim Test im Labor wurden nach der Nutzung rund 38 Bakteriengruppen auf dem Sportmundschutz gefunden, manche aus der Umwelt, manche aus dem Mund: je öfter getragen und je rauer die Oberfläche der Schutz-Schienen, desto größer die Bakterienanlagerung. Einfach abspülen entfernte nur rund zwei Drittel aller Bakterien. Spezielle Reinigungs-Mundspüllösungen schafften noch ein paar mehr – am erfolgreichsten aber waren: Zahnbürste und Zahnpasta. Die Wissenschaftler empfehlen erstens, auf Mundschutz beim Sport nicht zu verzichten. Er schützt kraftvoll vor Kiefer- und Zahn-Verletzungen. Zweitens: den Mundschutz gleich nach Gebrauch mit Zahnbürste und Zahnpasta reinigen, ihn gut abtrocknen oder trocknen lassen – und dann erst in einer sauberen Box aufbewahren, die über Luftzufuhr verfügen sollte. Was die Studie auch gezeigt hat: Je rauer die Oberfläche des Sportmundschutzes, je mehr Risse oder Oberflächenschäden die Schutzschiene hat, desto leichter haften Bakterien an und könnten zu einem Gesundheitsrisiko werden. Sportmundschutz solle demnach öfter daraufhin überprüft werden, ob er noch intakt ist.
Mundkrebs-Diagnostik: Bürstenabstrich überholt?
Zwar nicht in jedem Fall „überholt“ ist der sogenannte Bürsten-Abstrich der Mundschleimhaut: Dabei wird Gewebe mitgenommen, das beispielsweise auf Krebsbelastung untersucht wird. Dieser „Klassiker“ der Mundgewebe-Untersuchung sei aber heute nicht mehr der Weg der Wahl: So hat es eine aktuell erneuerte wissenschaftliche US-amerikanische Leitlinie formuliert. Aussagekräftiger sei eine Biopsie, also die Entnahme eines winzigen Stückes Gewebe. Moderne und weiterentwickelte Technik ermögliche klarere Ergebnisse. Aber nicht nur um die Technik ging es dem Wissenschaftler-Team: Die Anamnese müsse intensiviert und regelmäßige die Mundgesundheitssituation bei Erwachsenen überprüft werden mit Blick auf Risikofaktoren wie Alkohol und verschiedene Formen des Rauchens. Dabei sollte auf der Mundschleimhaut und im Bereich unter der Zunge nachgeschaut werden, ob sich Gewebe verändert hat, desgleichen im Rachen, im Bereich der Lippen und ohnehin rund um den Mund, auch von außen. Dies sei unabdingbar, um frühzeitig unerwünschte Gewebeveränderungen zu erkennen und bei Bedarf behandeln zu können. Nicht sinnvoll sei der bisherige Bürsten-Abstrich auch insofern, als er nicht selten zu falsch-positiven Ergebnissen führte. Dennoch sei dieses Verfahren immer noch besser als gar keine Gewebe-Kontrolle, wenn Patienten eine Biopsie ablehnen oder diese aus verschiedenen Gründen nicht sinnvoll oder möglich ist. Insgesamt sei es nicht weiterführend, wenn keine Symptome erkennbar sind bei der erweiterten Anamnese, einen Abstrich oder eine Gewebe-Entnahme vorzunehmen. Hier müsse die Beobachtung intensiviert und dann spezifisch das weitere Vorgehen entschieden werden. Aktuell wird auch die deutsche Leitlinie zu diesem Aspekt der Oralmedizin derzeit aktualisiert und steht dann den Praxen zur Verfügung.
Atemstörungen: Mund- und Wachstums-Probleme
Durch den Mund gelangt nicht nur Nahrung in den Körper, sondern auch Luft. Dass auf das Thema Atmen mit Blick auf die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde intensiver als bisher geblickt werden muss, machte kürzlich ein Fachartikel in einer zahnärztlichen Zeitung deutlich. Was schon länger im Blick ist: die Mundatmung, verursacht durch Atmungsprobleme durch die Nase und Fehlstellungen von Zähnen und der Kiefer. Auch im Zusammenhang mit Schnarchen ist das Thema „Mund und Atmung“ schon einige Zeit Alltag in Wissenschaft und Zahnarztpraxen – mittlerweile gibt es auch spezialisierte Praxen für zahnärztliche Schlaf-Medizin. Weniger, und wie Wissenschaftler es formulieren: zu wenig werde heute im Praxisalltag auf den Einfluss der Atmung auf die Mundgesundheit selbst geachtet. Ein nicht ausreichend oder im Gegenteil dauer-belüfteter Mund hat eine höhere Anfälligkeit für Karies, die Situation belastet zudem das Zahnfleisch und das Zahnbett. Bei Mundatmung verändert die Zunge oft ihre natürliche Lage und beeinflusst, als starker Muskel, vor allem in der Kindheit durch entsprechende Fehlsteuerung das Wachstum des Gesichts, sie kann eine erschwerte Nasenatmung noch verschlimmern. Aus diesem vielfältig miteinander verbundenen ungesunden Zustand kann oft nur interdisziplinäres Eingreifen von Zahnärzten, Kieferorthopäden, Logopäden, Hals-Nasen-Ohrenärzten und bei Bedarf weiteren Disziplinen heraushelfen. Bei der zahnärztlichen Anamnese solle, so die Autoren des Beitrages in der Fach-Zeitung, ein größeres Gewicht auf die Atem-Situation gelegt und bei Bedarf entsprechend und frühzeitig gehandelt werden.
Zucker: Entzündungs-Risiko
Eine sorgfältige Mundhygiene ist der wichtigste Faktor für einen gesunden Mund: Das war und das ist der Kernsatz der präventiven Zahnmedizin. Allerdings schließt das aus, dass eine perfekte Mundpflege auch eine feste Garantie für Mundgesundheit ist: Insbesondere Zucker kann über viele andere Wege auch zu Störungen an Zähnen und Zahnfleisch führen. Deshalb machte die wissenschaftliche Dachgesellschaft der deutschen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde DGZMK kürzlich deutlich, dass auch die Zahnärzte Prävention „breiter denken“ müssen. Zuviel Zucker in der Nahrung könne überall im Körper Entzündungen auslösen, auch beispielsweise am Zahnfleisch im Mund. Zucker stehe mit großen Volkskrankheiten in enger Verbindung, mit Typ-2-Diabetes, Adipositas und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ernährung sei ein wesentlicher Faktor, um diese Erkrankungen zu vermeiden, zu reduzieren oder stabil in den Griff zu bekommen. Studien hätten belegt, dass dauerhaft hohe Zuckernutzung trotz sehr guter Mundhygiene zu Zahnfleisch-Blutungen und –Entzündungen geführt hatte, und andersherum eine aktuelle Meta-Analyse (Auswertung einer Vielzahl relevanter Studien), dass eine Reduktion von Haushaltszucker eindeutig weniger Zahnfleischbluten mit sich brachte. Hintergrund ist, dass Zucker im Körper über den Blutzucker Entzündungen auslösen kann bzw. vorhandene Entzündungen und Störungen verstärkt: Zucker ist ein Verbindungsglied zwischen Karies und Parodontitis im Mund und schweren Allgemeinerkrankungen im Körper. Man könne daher kariesfreie Zähne haben und dennoch zucker-ausgelöste Entzündungen an Zahnfleisch und Zahnbett. Die wissenschaftliche Dachgesellschaft fordert daher mehr Sensibilisierung für übermäßigen Zuckerkonsum.
Spitzensport: Zähne zeigen Essstörungen
Nicht nur bei Models, beim Film und auf der Bühne spielt oft ein gesunder, schlanker, fitter Körper eine große Rolle: auch im Spitzensport steht er tagtäglich im kritischen Blick. Wenig verwunderlich ist daher, dass Menschen in dieser Situation zu Eßstörungen neigen. In einem Beitrag im British Dental Journal schreibt ein Wissenschaftler-Team, dass bis zu 84 Prozent der Sportler an einem College mindestens einmal eine Eßstörung hatten oder verschiedene Maßnahmen zur Gewichtsreduktion versuchten. Dass auch Mundgesundheitsbelastungen Folgen von Eßstörungen sein können und der Fitness dabei im Weg stehen, ist vielen Sportlern gar nicht bewusst: Mit Karies und eventuellem Zahnschmerz ist man ebenso eingeschränkt aktiv wie mit geschwächtem Immunsystem aufgrund einer bakteriellen Zahnfleisch-Infektion. Eine Zahnärzteteam aus San Francisco suchte daher nach Möglichkeiten, Spitzensportler mit Eßstörungen bei der Gesunderhaltung ihrer Zähne und Kiefer zu unterstützen. Dabei gehe es vor allem darum, solche Verhaltensweisen zuerst einmal als schwere Erkrankung zu erkennen und zu benennen. Da beispielsweise herbeigeführtes Erbrechen von Nahrung zu Säureschäden an den Zähnen führt und in der Folge zu Karies, werden Zahnarztpraxen aufgesucht: Dies ermöglicht den ersten Schritt, die betroffenen Sportlerinnen und Sportler außerhalb der Sport- und Trainer-Szene auf die Erkrankung anzusprechen – ohne dass sie Angst haben müssen, aus dem Kader genommen zu werden. Mit Empathie und vermittelter Sorge um die Gesundheit sollen, so die Autorinnen des Fachartikels, die Eßgestörten „aufgefangen“ und nach Akutbehandlung in einen regelmäßigen Recall eingebunden werden. Bei aufgebautem Vertrauen können auch weitere Fachdisziplinen in die Begleitung der Sportlerinnen und Sportler einbezogen werden. Erfahrungen mit dem Konzept zeigten, dass damit der wichtige erste Schritt raus aus dem ungesunden Ablauf erfolgreich gemeistert werden kann.










