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Britische Bevölkerung: keine Karies-Verbesserung

Welche Bedeutung staatliche und private Programme in Sachen Gesundheitsvorsorge haben, wird eindrucksvoll deutlich an der Mundgesundheit der britischen Bevölkerung. Auch in England wird in größeren Zeitabständen die Mundgesundheit einer repräsentativen Gruppe der Bevölkerung untersucht, die Daten werden mit denen aus vorhergehenden Studien verglichen und zeigen dann, ob sich etwas verändert hat. Die britische Studie entspricht in etwa der Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS), die Ergebnisse der sechsten DMS wurden im vergangenen Jahr publiziert. Während die DMS dokumentieren kann, dass sich die Mundgesundheit der Deutschen Bevölkerung in den letzten rund 30 Jahren erheblich verbessert hat, die Zwölfjährigen im weltweiten Kreis der „Kariesfreien“ den Spitzenplatz halten, dass die älteren und alten Menschen über immer mehr eigene Zähne verfügen und die Anzahl der neuen Zahnfüllungen zurückgegangen ist, zeigen die Ergebnisse der britischen Studie „Adult Oral Health Survey“ erheblichen Verbesserungsbedarf: Die aktuellen Kariesdaten liegen auf dem Stand von 1998 und gegenüber denen aus dem Jahr 2009 sogar höher. Mehr Karies kann auch ein Hinweis darauf sein, dass heute mehr Menschen im Erwachsenen- und Seniorenalter eigene Zähne haben als in den Vorjahren – was durchaus eine erfreuliche Entwicklung wäre. Andererseits war die Anzahl der entdeckten dringend behandlungsbedürftigen Mundgesundheitsschäden erheblich, und während 2009 noch 33 Prozent der Befragten angaben, ihre Mundsituation belaste sie im Alltag, waren es jetzt bereits 43 Prozent. Als Hürde für mehr Mundgesundheit erwies sich das Finden eines Zahnarztes, der Kontrolle und Behandlung übernimmt, es fehlte zudem an Problembewusstsein für die Notwendigkeit der Mundgesundheit – und bei vielen Befragten mangelte es auch an ausreichend Geld für die Behandlung.

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