Die Auswertung der Ergebnisse aller bisher veröffentlichten Studien zum Thema Nikotin führen zu einem ganz eindeutigen Ergebnis: Nikotin ist ein Gift. Das wird nicht nur von Gesundheitsschützern so behauptet, sondern ist evidenzbasiert. Und dabei ist die Giftigkeit für den Körper unabhängig von der Art, wie dieses Gift, das Nikotin, aufgenommen wird – ob durch Rauchen, Wasserpfeife, E-Zigaretten, Beutel, Nikotinpflaster oder in welcher Form auch immer. Im hoch angesehenen wissenschaftlichen European Heart Journal wurde jetzt eine Studie der Europäischen Fachgesellschaft für Kardiologie veröffentlich, die unter Leitung der Universität Mainz die gesamte entsprechende internationale Fachliteratur geprüft und die Ergebnisse zusammengefasst hat. Demnach kann man, so die Wissenschaftler, vom Herzinfarkt oder Schlaganfall auch dann erfasst werden, wenn man gar keine Zigaretten raucht, sondern eine Wasserpfeife in einem Café. Nikotin sei ein starkes Herz-Kreislauf-Gift, das zu Schäden führt unabhängig von der Form, in der es aufgenommen wird. Kein nikotinhaltiges Produkt sei unbedenklich für Blutgefäße oder das Herz. Es gebe kein „sicheres Nikotin“. Entwöhnung und Vermeidung der Nutzung seien zwingend für eine bessere Allgemeingesundheit und zur Vermeidung von weltweit Millionen von Todesfällen. Hinsichtlich der Mundgesundheit verändert Nikotin das Verhalten der Zellen im Mundgewebe, die Durchblutung wird reduziert und die Wundheilung verzögert, was das Wachstum infektiöser Bakterienkulturen am Zahnfleisch und im Zahnbett erleichtert.
- 21. April 2026
