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Bild: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Schmerzausschaltung: Auswahl statt Menge

Wer mit Zahnschmerzen zu tun hat und zur Beseitigung in der Zahnarztpraxis ist, wünscht sich, dass die Schmerzen dort so schnell wie möglich ausgeschaltet werden. Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel weiterentwickelt, wie Autoren eines neuen Fachbuches für die Zahnarztpraxis übermittelt haben. Insbesondere gelte kein „viel hilft viel“, sondern je nach Situation und Bedarf wird die Behandlung entweder durch eine Sedierung (Beruhigung / Schmerz-Unempfindlichkeit) des Patienten unterstützt, durch eine lokale Anästhesie („Narkose“, „Betäubung“) oder durch Analgesie, dem Ausschalten der Schmerzempfindlichkeit. Am verbreitetsten ist die Lokalanästhesie: Wie der Name schon sagt, wird das Medikament lokal eingesetzt, dort, wo die Behandlung stattfindet. Hier steht den behandelnden Teams eine größere Auswahl an Medikamenten zur Verfügung: Manche Produkte haben ihre Vorteile insbesondere in der langen Wirkdauer, andere stehen mit schnell einsetzender und schnell wieder endender Wirkung zur Verfügung. Es gibt spezielle Produkte für Risikopatienten wie Schwangere, Kinder, Senioren und solche mit bestimmten Vorerkrankungen, und es gibt eine größere Auswahl an Wegen, das Lokalanästhetikum an den Zielort zu bringen (Beispiel Infiltrationsanästhesie, intraligamentäre Anästhesie und Leitungsanästhesie). Beachtet werden muss zudem, dass nicht in jedem Fall die Medikamente in entzündeten Bereichen ausreichend Wirkung zeigen. Schmerzpatienten kann in der Zahnarztpraxis daher sehr vielfältig geholfen werden – um so mehr, je genauer dem behandelnden Team Art, Ort, Dauer und Intensität des Schmerzes seitens der Patienten berichtet wird.

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