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Bild: iStock/ AxelRaths

Mundkrebs: Frauen haben andere Risiken

Das verbreitete Wissen zu Mundkrebs liest sich meist so: Betroffen sind vor allem Männer, die zu erhöhtem Konsum an Alkohol und Tabak neigen. Das ist zu kurz gedacht, zumindest, wenn man davon ausgeht, dass die Daten einer großangelegten US-Studie auch auf hiesige Situationen übertragbar sind. Über 30 Jahre hat ein Wissenschaftler-Team mehr als 200.000 Studienteilnehmer hinsichtlich vielfältiger Risikofaktoren für herausfordernde chronische Erkrankungen wie Krebs untersucht – und zwar in Zeitabständen mehrfach. Dabei zeigte sich, dass besonderes Augenmerk auf die weiblichen Studienteilnehmer gelegt werden sollte: Es hatte sich gezeigt, dass im Verlauf der 30 Jahre Studienlaufzeit 102 neue Mundkrebsfälle bei Männern auftraten – und 124 neue Fälle bei den Frauen. Quergeprüft wurde bei der wissenschaftlichen Arbeit, welche Rolle die Ernährung spielen könnte. Daher wurden die Studienteilnehmer in drei Ernährungsgruppen eingeteilt: eine Gruppe mit eher gesunder und mediterraner Ernährung („PD“), eine mit fleischhaltiger Ernährung plus Zucker und Fertiggerichten („WD“) und eine dritte Gruppe mit überwiegend Nutzung gesundheitsschädlicher Lebensmittel („AH“). Dabei zeigte sich erstens, dass die Art der Ernährung bei Frauen das Mundkrebs-Risiko beeinflusst – bei Männern dagegen eher nicht. Was das Risiko bei den weiblichen Studienteilnehmern betrifft, hatten diejenigen mit „PD“-Ernährung das geringste Risiko für die Entwicklung eines Mundkrebses. Wenn sie nicht oder kaum rauchten und Alkohol tranken, aber sich wenig an der „PD“-Ernährung orientierten, hatten sie deutlich mehr Erkrankungsrisiko: Der Faktor „PD“ war also der ausschlaggebende. Anhand der Vielfalt der Datenauswertungen schließen die Wissenschaftler darauf, dass vor allem die gesunde Ernährung das Mundkrebs-Risiko für Frauen senkt. Bei Männern fanden sich dafür keine Belege. Wichtig ist der Forscher-Gruppe, dass insgesamt die Rolle der Ernährung auf die Entwicklung eines Mundkrebses vergleichsweise gering ist. Die Studie diente nicht zuletzt dazu, die Relevanz der Ernährung zu überprüfen.

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